Vorgehensweise bei Beschwerden
Grundregel: Versuchen Sie bitte immer, die Beschwerde zunächst im direkten Gespräch mit dem vermeintlichen Verursacher zu klären.
Was ist eine Beschwerde?
Eine Beschwerde ist die mündliche oder schriftliche Beschreibung eines von Ihnen empfundenen Missstands, der Ihre ordnungsgemäße Teilnahme an der Bildungsmaßnahme, an der Sie teilnehmen, stört und Ihren Teilnahmeerfolg mindern könnte.
Grenzen von Beschwerden
Beschwerden gelten als unberechtigt, wenn sie auf Kommunikationsstörungen zwischen Berufskolleg und SchülerInnen/Auszubildenden/Studierenden zurückzuführen sind oder wenn faktisch keine Fehler vorliegen oder aufgetreten sind, die zu Beschwerde Anlass geben könnten. Die Schulleitung sorgt in diesen Fällen dafür, dass solche Kommunikationsstörungen nicht mehr auftreten können.
Beschwerden werden im Sinn von Korrekturen oder Verbesserungen nicht bearbeitet, wenn sie sich gegen Entscheidungen der Schule richten, die zur Aufrechterhaltung und Sicherung des gesetzlichen Bildungsauftrags der Schule dienen und berechtigte Interessen der Schule an ihren ordnungsgemäßen Durchführungen verfolgen.
Zuständigkeiten und Ablauf
A: Beschwerden eine Lehrkraft betreffend
- Gespräch mit der Lehrkraft
- Falls keine Lösung gefunden: Gespräch mit der Klassenleitung und der Lehrkraft
- Falls keine Lösung gefunden: Gespräch mit der Bildungsgangleitung und der Lehrkraft mit Gesprächsprotokoll
- Falls keine Lösung gefunden: Gespräch mit der Abteilungsleitung und der Lehrkraft mit Gesprächsprotokoll
- Falls keine Lösung gefunden: Gespräch mit der Schulleitung und der Lehrkraft mit Gesprächsprotokoll
Auf allen Stufen kann nach Bedarf Unterstützung durch den/die KlassensprecherIn, eine/einen SchülerIn des Vertrauens, BeratungslehrerInnen und die schulischen SozialarbeiterInnen eingeholt werden.
B: Beschwerden eine/n Angestellte/n des Kreises Heinsberg betreffend
- Gespräch mit der/dem betroffenen Angestellten (Hausmeister, Sekretariat, ...)
- Falls keine Lösung gefunden und bezogen auf das Sekretariat: Gespräch mit der Schulleitungleitung und der Sekretariatskraft mit Gesprächsprotokoll
Falls keine Lösung gefunden und bezogen auf einen Hausmeister: Gespräch mit der Schulleitung und dem Hausmeister mit Gesprächsprotokoll - Falls keine Lösung gefunden: Gespräch der Schulleitung und der/dem Angestellten mit dem Vorgesetzten beim Kreis Heinsberg
Auf allen Stufen kann nach Bedarf Unterstützung durch den/die KlassensprecherIn, SV, BeratungslehrerInnen und die schulischen SozialarbeiterInnen eingeholt werden. Angestellte des Kreises Heinsberg können den Personalrat einbeziehen.
C: Beschwerden ein Mitglied der Schulleitung betreffend
- Gespräch mit der Lehrkraft (die Mitglied der Schulleitung ist)
- Falls keine Lösung gefunden und bezogen auf eine Abteilungsleitung oder die stellvertretende Schulleitung: Gespräch mit der Abteilungsleitung/stellv. Schulleitung und der Schulleitung mit Gesprächsprotokoll
Falls keine Lösung gefunden und bezogen auf die Schulleitung: Gespräch mit der Schulleitung und dem Lehrerrat mit Gesprächsprotokoll - Falls keine Lösung gefunden: Gespräch mit der Schulleitung und der Schulaufsicht (eventuell mit Betroffenen und bisher Beteiligten)
Schwerwiegende Dienstverletzungen durch das Lehrpersonal oder Beschwerden über körperliche und seelische Übergriffe (z.B. sexuelle Übergriffe, Mobbing) erfordern das sofortige Eingreifen der Schulleitung, die unter Einbeziehung der Parteien für Aufklärung des jeweiligen Sachverhaltes sorgt. Das Ergebnis ist schriftlich zu dokumentieren. Falls disziplinarische Maßnahmen eingeleitet werden müssen, ist die Schulaufsicht unverzüglich durch die Schulleitung zu informieren.
Aufzeichnungen
Die Zuständigkeiten bei der Bearbeitung von Beschwerden beschreiben das Beschwerdeprotokoll und die Beschwerdetabelle.
- Protokollierungen von Beschwerden
- Auflistung der bearbeiteten Beschwerden
- schriftliche Beschwerden der Beschwerdeführer
Die Vordrucke hierzu finden Sie im Sekretariat.