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Die angehenden Staatlich geprüften Techniker präsentierten im Berufskolleg Erkelenz ihre Projektarbeiten aus dem vorangegangenen Schuljahr. Sie hatten praktikable Lösungen entwickelt für technische Probleme bei den Kooperationspartnern.

 

Nachhaltig beeindruckt war Jan Pfülb, Schulleiter des Berufskollegs Erkelenz, von der Präsentation der Ergebnisse der Projektarbeiten gewesen, die im vergangenen Schuljahr an der Fachschule für Technik des Berufskollegs entstanden sind. „Ich bin gespannt auf die Ergebnisse“, sagte er bei der Begrüßung der diesjährigen Projektteilnehmer, die im Rahmen ihrer Ausbildung zum „Staatlich geprüften Techniker“ unterrichtet wurden.

Die Ergebnisse ließen nicht nur ihn staunen, sondern auch eine große Schar von Interessierten. Die vier vorgestellten Projekte der Fachschul-Absolventen brauchten sich beileibe nicht hinter denjenigen der letztjährigen Abschlussklasse zu verstecken. Die praxisorientierte Projektarbeit basiert auf technischen Problemen, die bei Kooperationspartnern bestehen, und für die die angehenden Techniker Lösungen entwickelten. So beschäftigte sich ein Team unter Anleitung des betreuenden Lehrers Bernhard Kauenberg mit der Konstruktion und Auslegung einer Fördereinrichtung als Alternative zu einer Förderschnecke bei und für die Wärme-, Energie- und Prozesstechnik GmbH (WEP) in Hückelhoven. Kooperationspartner bei der Konstruktion einer teilautomatisierten Universalvorrichtung für die Montage von speziellen Umschaltknarren war das Hazet-Werk in Heinberg. Hier betreute Martina Flöth die Projekteilnehmer. Aus der Stadt Erkelenz konnte die PSM Windservice GmbH als Kooperationspartner gewonnen werden. Betreut von Lehrer Dr. Markus Soeding, beschäftigte sich die Projektgruppe mit der Auslegung einer Traverse für den Getriebeaustausch bei einem Windkraftrad. Im vierten Projekt blieben die Teilnehmer im Berufskolleg Erkelenz, das nicht nur Ausbildungsstätte, sondern zugleich auch Kooperationspartner war, als die Gruppe mit Betreuung von Johannes Haas sich mit der Konstruktion und FEM-Simulation mit Inventor am Beispiel „Schwenkgetriebe“ befasste. Mit dieser Arbeit näherte sich das Team schon sehr den wachsenden Erfordernissen der Digitalisierung an, die in der Praxis und in der schulischen Ausbildung immer wichtiger werden. Auf den Schritt in die digitalisierte Zukunft hatte Pfülb bereits bei seiner Begrüßung hingewiesen.

Auf die Bedeutung der Fachschule für Technik wies Bildungslehrgangsleiter Haas hin. Einige der Absolventen haben die Berechtigung zum Besuch einer Fachhochschule erworben und erhalten damit die Zulassungsvoraussetzung zu einem weiterführenden Ingenieurstudium. Die Fachschule kooperiert mit der Fachhochschule Aachen/Campus Jülich. Da Prüfungsleistungen, die in Erkelenz erbracht wurden, für das Studium anerkannt werden, kann sich die Studienzeit der Staatlich geprüften Techniker deutlich verkürzen. In die Fachschule wird aufgenommen, wer den Facharbeiter- oder Gesellenbrief in einem technischen Beruf oder eine einschlägige Berufstätigkeit von fünf Jahren vorweisen kann. Bei entsprechender Qualifikation kann sogar die Aufnahme ab dem zweiten Lehrjahr in einem einschlägigen Berufsausbildungsverhältnis möglich sein.

Die Absolventen der Fachschule für Technik des Berufskollegs Erkelenz sind in diesem Jahr: Stefan Flint, Stefan Gay, Tim Hansen, Manuel Jablonbka, Marco Kleinen, Michael Kühn, Michael Küppers, Sebastian Meyers, Alexander Michel, Theodor Miller, Alexander Nießen, Pierre Proft, David Prothmann, Christian Roth, Tim Rüttgers, Philipp van Kessel und Niklas Vomberg. 

Den kompletten Artikel von Kurt Lehmkuhl / rp online können Sie HIER lesen.